Lonzo

Lonzo ist ein ca. 8jähriger, kastrierter Mix-Rüde, ca. 32kg schwer und wartet schon seit über 3 Jahren (Aufnahme im Tierheim:  im Tierheim auf den passenden Menschen.

Lonzo benötigt sehr erfahrene, verantwortungsbewusste, vorausschauende und sichere Menschen, die ruhig und klar mit ihm kommunizieren

Er kommt aus sehr schlechter Haltung und hat vermutlich nie gelernt, dass Menschen berechenbar und etwas Gutes sind, oder dass man überhaupt etwas Positives von ihnen erwarten kann.

Deswegen muss man sich bei ihm Zeit, Ruhe und Geduld für einen vernünftigen Vertrauensaufbau nehmen.

Hat Lonzo erstmal ausreichend Vertrauen aufgebaut, ist er ein toller Kumpelhund mit dem man stundenlang durch Wald, Feld und Wiesen streifen kann, wegen seines ausgeprägten Jagdtriebs aber besser nur angeleint.

Er ist kein Sofa-Hocker, sondern braucht täglich ausreichend Bewegung und ein stabiles Umfeld.

Lonzo reagiert in für ihn (!) unüberschaubaren, kritischen Situationen mit „Nach-vorne-gehen“ und ist auch bereit seine Zähne einzusetzen. Leider sieht er keinen Sinn darin, lange vorher zu warnen. Deswegen ist Lonzo nur für sehr erfahrene Halter geeignet. Ideal wäre ein Haushalt ohne Kinder und ohne Kleintiere.

Unsere Hundetrainerin arbeitete monatelang erfolgreich mit ihm. Mittlerweile öffnet er sich, nimmt selbständig Kontakt auf, lässt sich überall anfassen, striegeln und streicheln. In kleinen Übungseinheiten hat er gelernt, Belohnungen nicht einzufordern, sondern durch abwartendes Verhalten zu bekommen. Ist er gestresst, dringt man noch nicht so einfach zu ihm durch, aber auch dieses Verhalten hat sich schon gebessert.

Und was sagt Lonzo dazu?

Hallo liebe Leute, ich habe den Text natürlich aufmerksam gelesen. Im großen und ganzen kann ich das auch bestätigen, nur habe ich mich im Laufe der Zeit positiv entwickelt. Das sagt das Tierheim-Team und das sagen auch meine Gassigeher. Wenn ich Vertrauen zu den Menschen habe, möchte ich mich natürlich anständig benehmen. Das gelingt mir immer besser. Grundsätzlich bin ich kritisch gegenüber männlichen Zweibeinern, das kommt wohl aus der Zeit, als es mir in der Familie, in der ich lebte, ganz mies ging. Als ich in Tierheim kam, war ich sehr mager, jede Rippe konnte man sehen. Aber jetzt geht es mir gut, man ist lieb mit mir, beschäftigt mich, sofern man Zeit hat und fordert mich auch. Ich lerne nämlich sehr gern.

Bei den Spaziergängen bin ich viel entspannter als zu Anfang, ich zerre nicht mehr so sehr an der Leine. Es gibt ja auch so viel zu erschnüffeln unterwegs, dafür nehme ich mir jetzt richtig viel Zeit.

Mein großer Wunsch ist es, meine eigene Familie zu haben, in der ich so richtig ankommen kann. Die männlichen Zweibeiner werden von mir auch zunehmend akzeptiert. Wie gesagt, ich bin sehr lernfähig.

Euer Lonzo